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26Sep '10

Wo finde ich den nächsten Parkplatz im Parkhaus?

…oder wie Aushängeschilder einen ganzen Markt beeinflussen können!

„Keine Ahnung – fahren Sie halt durch die Etagen!“ Rums, das hat gesessen, keine Nachfrage möglich!

Also rollt der Wagen des ortsfremden Stadtbesuchers langsam in das dunkle, unheimliche Parkhaus und sucht mit samt Fahrer auf eigene Faust einen Parkplatz. Hiesige Zeitungen behaupten, dass er nie wieder aufgetaucht ist und als verschollen gilt…

Ja, die Großstädter unter Ihnen werden sich gerade jetzt zu Recht fragen, was eine Geschichte aus 1976 hier im Blog zu suchen hat, wo wir doch aktuelle Marketingthemen im Auge behalten wollten. Nun, ich muss nachschieben: Die Geschichte ist nur wenige Tage alt und ereignete sich in DEM Parkhaus der Lübecker Altstadt – quasi dem Parkhaus, bei dem man fast in der Fußgängerzone parkt und dieses damit besonders attraktiv für Ortsunkundige ist, die zunächst nur der Nase nach in die Stadt reinfahren.

Darüber hinaus muss man erklären, dass sich dieses Parkhaus hartnäckig gegen die Moderne sträubt, keine Wegweiser im Parkhaus aufstellt, die uns die Richtung zum nächsten Parkplatz weist und auch noch nach recht altertümlich wirkenden Methoden Parkzettel verteilt, per Zeitstempel die Parkdauer durch Mitarbeiter ausrechnen lässt und den eigentlichen Zahlvorgang dann ebenso komplett manuell durchführt. An sich lobenswert, wenn man die persönliche Nähe schätzt und umso lobenswerter, da das hier anzutreffende Personal in der Regel älter ist.

Alles gut – wenn da nicht die kleine Unwägbarkeit Mensch als solche mit von der Partie wäre.

Diese sorgt dann dafür, dass ein kleiner Prozentteil oder wenige Personen oder sagen wir es noch deutlicher: Dass eine Person aus dem Ruder schlägt und ein Verhalten an den Tag legt, welches seines Gleichen sucht. Gemaule im Parkhaus als Privatperson, Gewittermine im Glaskasten bei den Zahlungen und dieses spitzfindige Klein-Kleingeld-Ausgezahle, die einem eine leichte Portmonee-Achslast bescheren kann.

Oder eben aber unflätige Bemerkungen gegenüber dem Kunden und – noch viel schlimmer – dem auswärtigen Gast in unserer Stadt gegenüber. PS: Alles selbst erlebt!

Was wir daraus für unser Marketing lernen können:

Ich denke, ich muss jetzt nicht erläutern, dass es grundsätzlich um Höflichkeit geht. Höflichkeit dem Kunden gegenüber. Das sollte soweit klar und eigentlich auch selbstverständlich sein.

Aber noch ein paar andere Sichtweisen: Die Wichtigkeit des Funktionierens „dieser“ Person ist deswegen extrem hoch, da diese (und auch andere) als Aushängeschild eines Produktes oder auch eines Unternehmens gelten. In unserem Fall die Stadt, die sich hier präsentiert – auch, wenn es sich hierbei um ein privat finanziertes Parkhaus handeln mag. Der vermeintlich erste Kontakt mit einer Person dieser Stadt sieht dann aber eben so aus…

Es ergeben sich bei gleicher Sachlage interessante Ableitungen für Telefonzentralen oder auch den Empfang eines Unternehmens: „Wo Sie das Büro von Herrn Müller finden? Was weiß denn ich – halt hier im Haus! Viel Glück bei der Suche!“

Und dann noch einen: Ich bin selbst kein Verfechter von „Technik muss immer und überall den Menschen ersetzen“ – mit Nichten. Trotz der Tatsache, dass ich tagtäglich damit arbeite.

In diesem speziellen Fall hat diese ganze Sache auf Grund ihrer persönlichen Note sicherlich auch ihren Witz und Charme. Jedes Mal aber, wenn ich den einen „freundlichen“ Herren in seinem Häuschen wieder sehe und ich gezwungen war, mein Auto bei ihm unterzustellen, wünschte ich mir einen leblosen Kasten, der nur eins will: Mein Geld. Das aber sachlich und damit auch nicht unhöflich.

Es grüßt Sie herzlich
und mag Parkhäuser mit und ohne Kassenautomaten

Ihr Nico Erhardt
E-Mail: N.Erhardt@online-werbung.de
Tel: +49 (451) 280 80-16

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