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10Apr '10

Darf ich mir mal Ihren Strom leihen?

…oder wie sehr Kleinigkeiten ein Image beeinflussen können!

Ich sitze gerade in einem Café im Stuttgarter Flughafen – eine Kunden- und Messereise hat mich in den Süden Deutschlands gerufen und ich muss noch einige Stunden bis zur Abholung ausharren. Kein Problem, denn mein Laptop ist natürlich mit an Bord gewesen. Aber, wie könnte es anders sein: Das gute Stück funktioniert auch hier im Süden nicht ohne Strom.

Das bereits schon ahnend, irrte ich also bis vor einigen Minuten noch quer durch den gesamten Flughafen, um mir einen Arbeitsplatz auszusuchen: Durch alle vier Terminals, durch alle Ebenen und bis in die letzten Ecken, in denen sich ein Sitzplatz befand und in dessen Nähe ich eine Steckdose vermutet und erhofft hätte. Ich glaube gute 30 Minuten war ich unterwegs – zum Ende des Ritts hätte es mich dabei nicht gewundert, wenn mich die Bundespolizei eingefangen und gefragt hätte, was ich denn wohl suchen würde…

Das Ergebnis ist ziemlich ernüchternd: Steckdosen ja, zumindest ab und zu. Aber nicht in der Nähe eines Sitzplatzes. Oder doch – da ist eine… Aber was ist das? Ein Klappdeckel inkl. Schloss? Habe ich so auch noch nie gesehen. Kurz mal dran gewackelt: Ja, kein Fake – die Steckdose ist tatsächlich abgeschlossen.

Also gut – sitze ich hier also ohne Steckdose, ohne Strom und beobachte meine wie immer viel zu schnell schrumpfende Akku-Anzeige. Und ärgere mich ein wenig, dass vermutlich ganz bewusst verhindert wird, Besuchern hier vor Ort Strom zu spendieren.

Was wir daraus für unser Marketing lernen können:

Sicherlich nicht, dass Strom nichts kosten darf und kostenlos zur Verfügung gestellt werden muss. Ganz und gar nicht! Ich hätte sogar für einen Stromplatz bezahlt. In einer Business-Lounge, wie das so schön heißt oder wo auch immer. Selbst auf unserem Mini-Mini-Flughafen in Lübeck gibt es so etwas.

Was wir vielmehr lernen können, ist, dass wir grundsätzlich alle Bedürfnisse unserer Kunden und/oder Gäste im Auge behalten sollten. Manchmal wird uns das vermutlich nicht gelingen, da die Zielgruppe ggf. zu vielschichtig ist. Bei dieser Banalität hätte ich aber auf etwas mehr Entgegenkommen, Intuition, Innovation oder Ideengeist gehofft.

Dass es geht, beweist der Flughafen in Hamburg, bei dem ich in den Restaurants oder Bistros in der Regel eine freie Steckdose finden kann. Und erstaunlicherweise hat keiner seine sämtlichen Ladegeräte von zu Hause mitgebracht und nutzt den kostenlosen Strom nach allen Regeln der Kunst aus…

Ein Gedankengang zum Schluss: Paradoxerweise ist das Bereitstellen von W-LAN-Hotspots hier heute kein Problem mehr. Dass die Geräte, die diese nutzen sollen, auch mal wieder Strom brauchen könnten, um zu funktionieren, ist hier scheinbar noch keinem in den Sinn gekommen.

Es grüßt Sie herzlich
und speichert noch mal schnell, bevor es nicht mehr geht

Ihr Nico Erhardt
E-Mail: N.Erhardt@online-werbung.de
Tel: +49 (451) 280 80-16

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1 Kommentar


26. April 2010 um 07:39 Uhr
Nico Erhardt sagt:

PS: Am vergangenen Sonntag wurde per Volksentscheid in Lübeck für den Erhalt des Lübecker Flughafens gestimmt. Wir alle können uns also in Lübeck bis mindestens 2012 über eine Business-Lounge mit Strom freuen…


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