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12Mrz '13

Der Wau-Effekt! Beziehungsmarketing einmal anders.

Meine Tochter wollte schon immer einen Hund, was ich aus vielerlei praktischen Erwägungen stets ablehnte. Dann lösten meine Nachbarn das Problem und schafften sich Moritz – einen Rauhaardackel – an. Prima! Sie haben jetzt die ganzen damit verbundenen Kosten + Mühen und meine Tochter einen Hund, wenn sie Lust darauf hat. Ich habe mich bei der Gelegenheit dann auch gleich innig mit dem kleinen Kerl angefreundet. Mit Erfolg: Niemand freut sich so wie Moritz, wenn er meiner gewahr wird. So möchte ich mal in der Schule begrüßt werden!

Bis gestern war die Welt in Ordnung, dann kam der Bofrost-Mann. Als ich gerade dabei war, mein Fahrrad aufzuschließen, öffnete sich bei meinen Nachbarn die Tür und ein fiepender und unruhig von einer Pfote auf die andere tretender Moritz erschien. Ach, dachte ich – wie der sich wieder freut, mich zu sehen. Falsch gedacht!! Er würdigte mich keines Blickes! Stattdessen waren seine Augen starr auf den von der gegenüberliegenden Straßenseite, in raumgreifenden Schritten herannahenden, Bofrost-Mann gerichtet. Was hat er, was ich nicht habe? Bringt er sein Futter? Nein, tiefgekühltes Hundefutter von Bofrost – so weit sind wir dann doch noch nicht. Aber was war es dann? Der Bofrost-Mann griff in die Tasche – ein Hunde-Leckerli = miese Bestechung – das war also des Rätsels Lösung!

Das war – seufz – die emotionale Seite der Geschichte. Als Marketer hingegen kann ich nur applaudieren! Bofrost-Fahrer bekommen ein Grundgehalt, welches sie durch Verkaufsprovisionen deutlich aufstocken können. Beim Abliefern der Ware bieten sich aber nur wenig Chancen, Kundenloyalität zu generieren. Dieser Fahrer hat sie konsequent genutzt: Er hat den Hund auf sich konditioniert; einen Eismann-Fahrer würde Moritz – und damit auch sein Frauchen – nicht akzeptieren.

Den gleichen Trick verwenden übrigens auch gewiefte Verkäuferinnen bei Douglas, um schwerreiche Damen mit wählerischen Vierbeinern immer wieder an ihren Counter zu bringen.

Und was haben wir daraus gelernt? Nun ja – dass es mal wieder die kleinen Dinge sind, die den Unterschied machen. Und wenn Ihre Kunden keine Hunde haben, dann denken Sie beim nächsten Geschenk unter Geschäftsfreunden (Nicht vergessen: Nur bis 35,- € steuerlich absetzbar!) mal an den Ehepartner oder an die Kinder, die zuhause so oft auf Mama oder Papa verzichten müssen.

Es grüßt Sie herzlich
Ihr Olaf Schmidt-Stohn

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