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Beacons verändern den Einzelhandel

von: · Kategorie: Marketing-Alltag · Schlagworte:

Beacons (aus dem Englischen für „Leuchtfeuer“) im Ladengeschäft informieren den Verbraucher über Produkte und Preise – und das alles über sein persönliches Smartphone. Eine Vision?

In den USA beginnt der Einzelhandel testweise, seine Filialen mit den Beacons auszustatten. Damit bricht ein neues Zeitalter im Ladengeschäft an, das so bis dato nur im Internet möglich war: Die Identifizierung eines Kunden – installierte App auf dem Smartphone des Kunden vorausgesetzt – ist plötzlich möglich um so Vorlieben und Einkaufsverhalten zu erkunden. So können auch persönliche Rabatte gewährt werden, eine Ortung des Kunden im Geschäft erfolgen und Wege zu bestimmten Angeboten aufgezeigt werden, Informationen zu Produkten und Aktionen direkt an den Kunden übermittelt werden.

In Museen wird diese Technologie bereits angewandt. Das National Slate Museum Wales und das New Museum in New York City sind nur zwei Beispiele dafür. Alles Wissenswerte über die Ausstellungen wird direkt auf dem Handy ausgeliefert, sobald der Besucher in die Nähe eines entsprechenden Exponates kommt. Die unpraktischen Audioguides entfallen dort künftig.

Wie funktioniert die Beacon-Technologie?

Die Funktionsweise ist einfach: Es handelt sich um kleine Sender, die mit dem Bluetooth-Standard bis zu 30 m weit senden können. Der Energiebedarf ist denkbar gering, so dass die Sender, die mit Knopfzellen ausgestattet sind, ohne weiteres monatelang ihren Dienst tun können. Doppelseitiges Klebeband drunter und fertig ist die Installation. Smartphones, die nahezu alle mit der Bluetooth-Technologie ausgestattet sind, können diese Signale empfangen und die Informationen dem Kunden darbieten.

Ist ein Handy im Sendebereich von drei Beacons gleichzeitig, lässt sich sogar die Position des Nutzers im Raum ausrechnen und er kann entsprechend geführt werden.

Voraussetzung dafür ist jedoch immer die Installation der entsprechenden App durch den Smartphonebenutzer, der also dadurch aktiv signalisiert, so informiert werden zu wollen.

Für den Handel ist durch diese Informationsmöglichkeit ein ganz neuer Kanal am Point of Sale eröffnet. Es können Kunden persönlich beim Betreten des Geschäftes begrüßt und mit individuellen Informationen versorgt werden. Willigt der Stammkunde ein, wird er erkannt und früheres Einkaufsverhalten zu Rate gezogen. Hat ein Kunde letztens ein teures Schlafzimmer gekauft, wird er dem Verkäufer gleich als Premium-Kunde avisiert. Das gab es bis dato nur im Online-Handel.

Aber auch praktische Hinweise für den Ladenbetreiber sind sehr interessant: Verweildauer eines Kunden im Laden, welcher Weg wird durch das Einzelhandelsgeschäft genommen und wo bleibt der Kunde wie lange stehen. All diese Informationen können durch ein anonymisiertes Tracking ermöglicht und ausgewertet werden.

Die Herausforderung für den Einzelhandel: Ohne App funktioniert das leider alles gar nicht. Die Versuche sind derzeit noch sehr zaghaft, aber die zukünftige Entwicklung darf mit Spannung erwartet werden.

Es grüßt Sie herzlichst

Ihr
Martin Kudritzki

E-Mail: M.Kudritzki@online-werbung.de
Tel: +49 (451) 280 80-22

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